Kunststofffenster kaufen: Der smarte Weg zu neuen Fenstern

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Warum Kunststofffenster heute die erste Wahl sind

Wer Fenster kaufen möchte, landet schnell bei Kunststoff. Der Grund ist eine seltene Mischung aus Preis-Leistung, Designfreiheit und technischer Reife. Moderne Mehrkammer-Profile mit tiefen Bautiefen (z. B. 70–82 mm) und umlaufenden Dichtungen erzielen sehr gute Dämmwerte. Kombiniert mit 2- oder 3-fach-Verglasung sind Uw-Werte von 0,8–1,2 W/(m²K) realistisch – effizient genug für Sanierung und Neubau. Gleichzeitig bleiben Kunststofffenster pflegeleicht: Reinigen statt streichen, fertig.
Auch optisch hat sich viel getan. Farbige Folierungen (von warmen Holzdekoren bis zu kühlen Grautönen), strukturierte Oberflächen oder Aluminium-Vorsatzschalen machen Kunststofffenster vielseitig. Wer Wert auf Akzente legt, wählt schlanke Ansichten, verdeckt liegende Beschläge und durchgängige Griffdesigns – so wirkt der Rahmen ruhiger und lässt mehr Tageslicht hinein.
Natürlich gibt es Grenzen: Reine Kunststoffrahmen sind statisch weniger steif als Holz-Alu und Aluminium, weshalb bei großen Elementen Stahlverstärkungen oder Hybridlösungen nötig werden. Auch Haptik und Materialtiefe unterscheiden sich vom echten Holz. Doch unterm Strich überzeugt das Preis-/Nutzenverhältnis – insbesondere, wenn Sie schnell spürbare Effizienzgewinne und eine unkomplizierte Pflege wollen.

Fenster kaufen – in 7 klaren Schritten

  1. Bedarf klären: Welche Räume? Wie groß? Welche Prioritäten: Wärmeschutz, Schallschutz, Sicherheit, Design oder Sonnenschutz? Notieren Sie typische Alltagsprobleme (Zugluft, Lärm, Beschlag).

  2. Bestandsaufnahme & Aufmaß: Grobmaße reichen für ein erstes Angebot. Für die finale Bestellung nimmt der Fachbetrieb das verbindliche Aufmaß. Dabei werden Laibungen, Leibungstiefen, Anschläge, Rollladenkästen und eventuelle Wärmebrücken geprüft.

  3. Profil & Bautiefe wählen: Gängige Kunststoffprofile haben 5–7 Kammern; größere Bautiefen verbessern Dämmung und Stabilität. Für Altbauten mit schmalen Leibungen sind schlanke Systeme interessant, im Neubau dürfen es ruhig 82 mm und mehr sein.

  4. Verglasung & Abstandhalter: 2-fach ist wirtschaftlich, 3-fach bringt v. a. bei kaltem Klima und Nordlagen Vorteile. Achten Sie auf warme Kanten (thermisch optimierte Abstandhalter) gegen Randzonen-Kondensat. Bei Südfassaden lohnt sich Sonnenschutzglas.

  5. Schallschutz & Sicherheit: Für laute Lagen empfehlen sich Schallschutzklassen (z. B. Rw 35–42 dB). Beim Einbruchschutz sind Pilzkopfzapfen, Anbohrschutz, abschließbare Griffe und wenigstens RC2-Niveau im Erdgeschoss ein guter Standard.

  6. Lüftung & Raumklima: Dichtere Fenster brauchen ein Lüftungskonzept. Möglichkeiten: Fensterfalzlüfter, Spaltlüftung, oder kontrollierte Wohnraumlüftung. Ziel ist, Feuchte abzuführen und Schimmel zu vermeiden.

  7. Montage & Nachweis: Planen Sie eine fachgerechte (RAL-orientierte) Montage ein. Dazu gehören passende Dichtbänder (innen dichter als außen), tragfähige Befestigung im tragenden Mauerwerk und wärmebrückenarme Anschlüsse. Fordern Sie Montageprotokoll, CE- und Leistungserklärungen sowie Gewährleistungsunterlagen an.

Kennwerte verstehen: So lesen Sie Angebote richtig

  • Uw-Wert (Window): Gesamtwärmedämmung des fertigen Fensters. Je kleiner, desto besser. Vergleichen Sie Uw – nicht nur Ug (Glas) oder Uf (Rahmen).

  • g-Wert: Gesamtenergiedurchlassgrad. Höher bedeutet mehr solare Gewinne (gut im Winter, kritisch im Sommer). Für Südfassaden kann ein niedrigerer g-Wert sinnvoll sein.

  • Schallschutz (Rw): Maß für Schalldämmung. Jedes zusätzliche dB zählt, aber prüfen Sie die realen Außenpegel.

  • Luftdurchlässigkeit, Schlagregendichtheit, Windlast: Klassen nach EN-Normen belegen die Dichtigkeit und Stabilität.

  • Beschläge & Komfort: Zusätzliche Schließpunkte, Mikro- oder Spaltlüftung, verdeckt liegende Bänder, barrierearme Schwellen bei Türen – das steigert Komfort und Lebensdauer.

  • Oberflächen & Farbe: UV-stabile Folierungen, mattere Strukturen gegen Fingerabdrücke, außen dunkler – innen neutral: So fügt sich das Fenster harmonisch in Fassade und Innenraum.
    Tipp fürs Fenster kaufen: Bitten Sie um variantierte Angebote (z. B. 2-fach vs. 3-fach, Standard- vs. RC2-Beschlag). Nur so sehen Sie, welche Position den Preis wirklich treibt.

Preis & Vergleich: Was kostet ein Kunststofffenster?

Preise hängen von Größe, Form, Verglasung, Sicherheit, Farbe und Montage ab. Kunststoff ist im Schnitt am günstigsten in der Anschaffung, aber die Streuung ist groß. Planen Sie neben dem Elementpreis auch Zubehör (Fensterbänke, Rollläden, Insektenschutz) und Demontage/Entsorgung der Altfenster ein. Die folgende Tabelle hilft bei der Einordnung und stellt Materialien gegenüber:

KriteriumKunststofffensterHolzfensterAluminiumfenster
Anschaffungskostenniedrig bis mittelmittel bis hochhoch
Wärmedämmung (typisch)sehr gut (Uw ~0,8–1,2)sehr gut (Uw ~0,8–1,2)gut bis sehr gut (mit Thermo-Trennung)
Pflegeaufwandsehr geringregelmäßig streichen/ölengering
Optik/Haptikvielfältig, Folierungenwarm, natürlichpuristisch, technisch
Haltbarkeithoch, abhängig von UV/Profilqualitätsehr hoch bei Pflegesehr hoch
Recyclinggut (PVC-Rezyklatanteil möglich)sehr gut (nachhaltiger Rohstoff)gut (hohe Rezyklierbarkeit)
Farbvielfaltgroß (Dekore, Uni, Metallic)begrenzt (Lasuren, Lacke)groß (RAL, Eloxal)

Richtwerte (ohne Montage):

Typgröße (B × H)Ausführung (PVC)Preisrahmen ca.
100 × 120 cm2-fach, Standardbeschlag180–350 €
100 × 120 cm3-fach, „warme Kante“, RC2-nahe300–520 €
120 × 140 cm3-fach, Schallschutz erhöht380–650 €
80 × 120 cm2-flügelig, 3-fach450–800 €

 

Hinweis: Region, Profilmarke, Farbe (z. B. Anthrazit), Sonderformen und Lieferlage beeinflussen den Preis spürbar. Montage, Abdichtung, Demontage und Nebenarbeiten kalkulieren Fachbetriebe meist separat.

Montage, Pflege & Langzeitnutzen

Die beste Spezifikation nützt wenig ohne saubere Montage. Fragen Sie nach einem RAL-orientierten Einbau: innen luftdicht, mittig wärmedämmend, außen schlagregendicht und diffusionsoffener. In Bestandswänden lohnt sich ein Blick auf Anschlussfugen (Kompribänder oder Multifunktionsbänder), lastabtragende Befestigungen und den wärmebrückenarmen Anschluss an Rollladenkästen oder Fensterbänke. Fordern Sie nach dem Einbau ein Montageprotokoll, eine Dichtheitsprobe (z. B. Sichtprüfung, ggf. Blower-Door im Projekt) sowie die Wartungshinweise.
Für den Alltag gilt: 1–2 × jährlich Dichtungen pflegen (Silikonöl), Beschläge nachstellen und fetten, Entwässerungsöffnungen freihalten. So laufen Flügel leicht und bleiben Dichtwerte stabil. Kleine Konstruktionsdetails steigern den Komfort: Niedrige Schwellen bei Terrassentüren, Sicherheitsgläser an bodentiefen Elementen, Insektenschutz im Schlafzimmer.
Denken Sie bei großen Glasflächen an Sommerkomfort: Außenliegender Sonnenschutz (Raffstore, Markise) ist am effektivsten, alternativ Sonnenschutzglas oder innenliegende Rollos als Zusatz. Wer smart steuern will, plant automatisierte Beschattung und Fensterkontakte ein – das hält Räume kühl, spart Heizenergie und erhöht Sicherheit.


Mini-Checkliste „Fenster kaufen“

  • Variantenangebot (2-/3-fach, RC2, Schallschutz) angefordert

  • Uw-Wert, g-Wert, Abstandhalter („warme Kante“) geprüft

  • Lüftungslösung eingeplant (Falzlüfter/WRG)

  • RAL-orientierte Montage, Protokoll, Gewährleistung fixiert

  • Zubehör (Fensterbänke, Sonnenschutz, Insektenschutz) berücksichtigt

  • Lieferzeit & Entsorgung Altfenster geklärt